Alexandre Da Costa
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Vollständige Biographie
Geboren in Montreal, Québec, Kanada, ist Alexandre Da Costa Gewinner des Juno-Preises 2012. Bereits als Kind zeigte er außergewöhnliches Interesse für die Geige und das Klavier. Seine ersten Konzerte gab er mit neun Jahren, wobei er beide Instrumente mit der gleichen erstaunlichen Virtuosität und Musikalität spielte, was zu seiner Anerkennung als Wunderkind führte. Die Karriere als Geiger, die er für sich wählte, begann sehr früh und, ermutigt durch Charles Dutoit, wurde er sehr schnell zum Solisten, der regelmäßig mit Orchestern ebenso wie mit Kammermusik auftrat.

Im Alter von achtzehn Jahren erhielt er seinen Master im Violinspiel des Conservatoire de Musique du Québec. Gleichzeitig erwarb er auch einen Bachelorabschluss in Klavierspiel an der Universität Montreal. Nachdem er sich für die Geige als einziges Instrument entschieden hatte, studierte er in Madrid an der Escuela Superior de Música Reina Sofía bei seinem späteren Mentor Zakhar Bron, der unter anderem Geiger wie Maxim Vengorov und Vadim Repin ausgebildet hatte. Danach studierte er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien in Österreich bei Gerhard Schulz, Christian Altenburger und Rainer Honeck und arbeitet jetzt an seinem Doktorat. Unter den vielen Auszeichnungen, die er erhielt, sind vor allem der Sylva Gelber Foundation Award und, im Jahre 2003, die Leihgabe der „Baumgartner Stradivarius 1689“ zu nennen, beide verliehen durch den Canadian Council for the Arts. Im Jahr 2010 gewann er den renommierten Virginia-Parker-Preis, eine der höchsten kulturellen Auszeichnungen Kanadas.

Der Gewinner zahlreicher nationaler und internationaler erster Preise gab nahezu zweitausend Konzerte und Soloabende in Nordamerika, Europa, Australien und Asien. Er spielte in den großen Sälen wie dem Wiener Musikverein, der Berliner Philharmonie, der Carnegie Hall in New York, dem Pekinger Poly-Theater und vielen anderen. Er war Solist mit über hundert Orchestern, darunter das Royal Philharmonic London, der Symphonischen Orchester von Wien, Berlin, Montreal und Toronto, der Philharmonischen Orchester Dresdens, Bergens, Buffalos und Prags, das BBC Concert Orchestra, das RSO Spanien und das YOA Orchestra of the Americas. Er spielte unter der Stabführung von Rafael Frühbeck de Burgos, Leonard Slatkin, Lorin Maazel, Yannick Nézet-Séguin, Tugan Sokhiev, Vasily Petrenko, Matthias Bamert, John Axelrod, Johannes Wildner und Peter Oundjian. Seine Konzertmitschnitte wurden vom BBC, dem WDR, dem CBC, dem NPR, dem ORF und anderen Stationen ausgestrahlt. Alexandre Da Costa hat außerdem Werke von Elliott Carter, Michael Daugherty, Lorenzo Palomo, Jean Lesage und Airat Ichmouratov uraufgeführt. Als Kammermusiker hat er kürzlich mit dem Pianisten Wonny Song sämtliche Brahms-Sonaten aufgenommen. Unter seinen Kammermusikkollegen sind auch Menachem Pressler, Elisabeth Leonskaja, Matt Haimowitz und Hélène Mercier.

Er hat 25 Solo-CDs aufgenommen, die unter anderem bei Sony Classical, Warner Classics, JVC/Victor, ATMA, XXI-21 Records und Octave/Universal erschienen sind. Darunter sind Ersteinspielungen der Violinkonzerte der portugiesischen Komponisten Luis de Freitas Branco und Armando José Fernandes. Im Jahr 2012 gewann er für seine Aufnahme der Konzerte des amerikanischen Komponisten Michel Daugherty mit dem Symphonieorchester Montreal unter Dirigent Pedro Halffter, erschienen bei Warner Classics, den Juno-Preis „Klassik-Platte des Jahres“. Die Washington Post wählte seine Einspielung des Violinkonzerts von Beethoven mit Klezmer-Kadenzen von Airat Ichmouratov zur CD des Jahres. Derzeit ist er bei der Sony Classical unter Vertrag.

Als künstlerischer Leiter des Acacia-Ensemble aus Kanada und des Indian-Ocean-Ensemble aus Australien wird Alexandre Da Costa regelmäßig als Stehgeiger von Ensembles wie dem Kammerorchester Reina Sofía, dem Symphonieorchester Virtuosos de Venezuela und den Wiener Symphonikern eingeladen.
Zusätzlich zu seiner Solistentätigkeit ist Alexandre Da Costa auch Professor und Abteilungsleiter an der Edith-Cowan-Universität sowie Lehrer am Orford Arts Centre und gibt regelmäßig Meisterklassen an zahlreichen Universitäten und Konservatorien in aller Welt. Er wurde auch zum Direktor für Musikalische Entwicklung der Canimex, einer Firma, die wertvolle Instrumente an talentierte Künstler verleiht, sowie zum künstlerischen Leiter des Klassik-Festivals Hautes-Laurentides und zum künstlerischen Leiter des Acacia Classics Productions. Alexandre Da Costa spielt eine Guarneri „del Gesù“ aus dem Jahr 1730 und die Stradivarius „Eugenio Di Barbaro“ aus dem Jahr 1727 mit einem Sartory-Bogen, Leihgaben der Canimex.



2016/2017
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