Gerrit Prießnitz
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Vollständige Biographie
Gerrit Prießnitz wurde in Bonn geboren. Derzeit ist er als Erster Gastdirigent am Theater Chemnitz tätig und darüber hinaus verschiedenen deutschen und österreichischen Opernhäusern und Orchestern eng verbunden. 2018/19 dirigiert er neben der Chemnitzer Premiere von Franco Faccios wiederentdeckter Oper
„Amleto“ erstmals auch das Sinfonieorchester Wuppertal sowie das Orquesta de Córdoba. Werke von Mozart, Berlioz und Johann Strauß bilden den Schwerpunkt seiner Dirigate an der Volksoper Wien in dieser Spielzeit, außerdem kehrt er zurück an die Oper Köln und zur Staatskapelle Halle.

Sowohl bei den Bamberger Symphonikern als auch bei der Württembergischen Philharmonie und den Seefestspielen Mörbisch stand Prießnitz 2016/17 erstmals am Pult, mit Hindemiths später Oper „Die Harmonie der Welt“ gab er sein Debüt am Landestheater Linz - die „Opernwelt“ zeichnete diese Produktion in ihrer Jahresumfrage als „Wiederentdeckung des Jahres“ aus.

An der Wiener Staatsoper leitete er 2013 die Premiere von Hans Werner Henzes „Pollicino“, der Wiedereinladungen für Richard Strauss' „Josephslegende“ und „Der Nussknacker“ folgten. Im Concertgebouw Amsterdam dirigierte er 2014 einen konzertanten „Fidelio“, im selben Jahr folgte mit der Premiere von „La Belle Hélène“ zudem sein Debüt an der Hamburgischen Staatsoper, dem umgehend eine Einladung als Einspringer für „Carmen“ folgte. Gerrit Prießnitz arbeitet mit den wichtigsten Sängern unserer Zeit wie Piotr Beczala, Linda Watson, Klaus Florian Vogt, Vesselina Kasarova, Jennifer Larmore oder Kurt Rydl zusammen.

Seine umfangreiche Gastiertätigkeit führte ihn zudem an die Oper Köln, ans Teatro Comunale di Bologna, ans Aalto Musiktheater Essen, in den Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, ins Wiener Konzerthaus, ins Brucknerhaus Linz (Bruckner Orchester), ans Bunka Kaikan Theatre Tokyo, ins Aichi Arts Center Nagoya, zum Münchner Rundfunkorchester, zum Netherlands Radio Philharmonic, zu den Nürnberger Symphonikern, zur Robert Schumann Philharmonie Chemnitz, den Schlossfestspielen Schwerin, zur Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, zur Jenaer Philharmonie, ans Theater Luzern, zum Slowenischen Nationaltheater Maribor und wiederholt zum Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester.

Von 2006 bis 2013 war er fest an der Volksoper Wien engagiert, wo er ein außerordentlich breit gefächertes Repertoire dirigierte: „Ariadne auf Naxos", „Salome“, „Der Freischütz", „Rusalka", „Tosca", „La Bohème“, die Premieren von Henzes „Wundertheater“ und Kreneks „Kehraus um St. Stephan", „Carmen", „L'heure espagnole", „Die Zauberflöte“, „Le nozze di Figaro“, „Die Entführung aus dem Serail“, und viele mehr.  Mit  der viel beachteten und euphorisch gelobten Premiere von „Albert Herring“ sowie der Uraufführung des Balletts „Ein Reigen“ kehrte er 2014 an die Volksoper zurück, an der er seitdem als ständiger Gastdirigent zahlreiche Repertoirevorstellungen (auch im Rahmen des Japan-Gastspiels 2016) und Premieren leitete.

Als Künstlerischer Leiter der Wiener Akademischen Philharmonie war er mit vorwiegend romantischen Programmen in den Spielzeiten 2009-2011 regelmäßig in Konzerthaus und Musikverein am Pult zu erleben. Zuvor war er von 2001 bis 2006 als Kapellmeister und Studienleiter am Theater Erfurt tätig. Auch dort dirigierte er maßgebliche Teile des Hausrepertoires bis hin zu Vorstellungen der Uraufführungsproduktion von Philip Glass' "Waiting for the Barbarians".

Seine Ausbildung schloss Gerrit Prießnitz 2001 an der Salzburger Universität Mozarteum „mit Auszeichnung" ab. In der Orchesterleitungsklasse von Prof. Dennis Russell Davies und der Chorleitungsklasse von Prof. Karl Kamper erhielt er zudem den Würdigungspreis für außerordentliche künstlerische Leistungen des österreichischen Ministeriums für Bildung und Kultur, die Bernhard- Paumgartner-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum, Stipendien des Bildungsministeriums und des ERASMUS-Programms der EU.

Seit Herbst 2017 bekleidet Gerrit Prießnitz einen Lehrauftrag an der Musik und Kunst Privatuniversität
(MUK) der Stadt Wien für Oper im Studiengang Dirigieren.


2018/2019
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