Takács Quartet
A
Vollständige Biographie
Edward Dusinberre – Violine           
Károly Schranz – Violine
Geraldine Walther – Viola               
András Fejér – Violoncello

Das Takacs Quartet, das in ihre 42. Saison geht, ist bekannt für die Vitalität ihrer Interpretationen. Die New York Times lobte das Quartet für das „Enthüllen des Gewöhnlichen zum Ungewöhnlichen“. Die Financial Times beschrieben eines ihrer Konzerte in der Wigmore Hall wie folgt: „Sogar im teuflischsten Repertoire zeigen diese Musiker keine Furcht, sondern fügen der Musik eine gehörige Portion Freiheit hinzu. Zugleich gibt es viel Liebe zum Detail: weder eine Note, noch ein Bogenhaar ist am falschen Platz.“

Das Takács Quartet war das erste Streichquartett, das die Wigmore Hall Medal im Mai 2014 verliehen bekam. Die Medaille, erstmals 2007 verliehen, würdigt große internationale Künstler die eine starke Verbindung zur Wigmore Hall haben. Preisträger sind unter anderem Andras Schiff, Thomas Quasthoff, Menachem Pressler und Dame Felicity Lott. Als erste Associate Artists an der Wigmore Hall 2012 gibt das Quartett jeweils sechs Konzerte in jeder Saison.

Andere europäische Engagements in der Saison 2016/17 führen das Quartett nach Florenz, Mailand, Genf, Amsterdam und Paris. Außerdem konzertieren sie in Singapur, Japan und Hong Kong und auf ihrer Tournee durch Australien und Neuseeland. Erst kürzlich reisten sie durch Südamerika mit Konzerten in Chile und Brasilien.

2011 gewann das Quartett den „Award for Chamber Music and Song“ der von der Royal Philharmonic Society in London vergeben wird.

In der Saison 2016-17 spielt das Quartett den kompletten Quartett-Zyklus Beethovens an der Wigmore Hall, in Princeton, an der Universität von Michigan und an der UC Berkley. Darüber hinaus wurde das Buch „Beethoven for a Later Age: The Journey of a String Quartet“, geschrieben von Edward Dusinberre, dem ersten Violinisten des Quartetts, im Jänner 2016 von „Faber and Faber“ in England und von der University of Chicago Press in Nordamerika veröffentlicht. Das Buch zeigt Einblicke in das Leben eines Streichquartetts, vereint mit musikhistorischen Elementen, wodurch die Umstände der Komposition von Beethovens Streichquartetten aufgezeigt werden.

Mit Phillip Roths „Everyman“, welches 2007 in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten selbst und Phillip Seymour Hoffmann uraufgeführt wurde, trat das Quartett gemeinsam mit Meryl Streep im Oktober 2015 am Royal Conservatory of Music in Toronto auf. Das Quartett ist berühmt für seine innovativen Programme. 2007 präsentierten sie erstmals „Everyman“ (nach Philip Roths gleichnamigem Roman) mit dem Schauspieler und Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman. Mit dem ungarischen Ensemble Muzsikás verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit mit einem Programm, das Werke von Bartók mit den Quellen seiner Musik in der traditionellen Musik der Ungarn gegenüberstellt. Mit dem großen amerikanischen Dichter und Essayisten Robert Pinsky haben sie eine US-Tournee mit einem musikalisch-literarischen Programm absolviert.

Für DECCA nahm das Ensemble außerdem Beethovens gesamte Streichquartette auf und erhielt dafür u. a. einen Grammy, den Disc of the Year und Chamber Award des BBC Music Magazines, einen Gramophone Award, den Album of the Year Award bei den Brit Awards und den Japanese Record Academy Award. Ihre Aufnahmen der frühen und mittleren Beethoven Quartette gewannen einen Grammy, noch einen Gramophone Award, den Chamber Music of America Award und zwei weitere Japanese Recording Academy Awards.
Zu den Auftritten und den Aufnahmen der späten Beethoven Quartetten schrieb der Cleveland Plain Dealer: „Das Takács Quartett könnte dieses Repertoire besser als jedes Quartett in der Vergangenheit und Zukunft spielen“.


2005 unterschrieb das Takács Quartet einen Vertrag mit Hyperion Records und veröffentlichte 2006 die erste Aufnahme bei diesem Label: Schuberts Quartette D 804 und D 810. Die nächsten CDs mit Werken von Brahms erschienen jeweils im November 2007 und 2008. Im Jahr 2009 erschien eine CD mit den Klavierquintetten von Schumann mit Marc-Andre Hamelin. Die vollständigen Haydn „Apponyi“ Quartette sowie eine CD mit Schubert Quintetten (mit Ralph Kirshbaum) wurden bis 2012 veröffentlicht. Die neueste CD mit Streichquartetten von Benjamin Britten erschien im November 2013.
Es folgten die Brahms Viola Quintette mit Lawrence Power und das Shostakovich Klavier Quintett mit Mr. Hamelin, welches auch für den Grammy nominiert war.
2015 wurden die zwei Janacek Quartette und Smetanas „From My Life“ veröffentlicht und danach das Debussy Quartett und das Franck Klavier Quintett, erneut mit Marc-Andre Hamelin.
Demnächst wird Dvoraks Quartett Op. 105 und sein Viola Quintett Op. 97 mit Lawrence Power veröffentlicht. Es folgen das Dohnanyi Klavier Quintett Nos. 1 und 2 und das Dohnanyi Quartett No. 2.

Seit 1988 hat das Quartett sechzehn Aufnahmen bei Decca eingespielt, darunter Werke von Beethoven, Bartok, Borodin, Brahms, Chausson, Dvorak, Haydn, Mozart, Schubert und Smetana. Für die Aufnahme der sechs Bartók-Quartette erhielt das Quartett 1998 den Gramophone Award und 1999 eine Grammy-Nominierung. Schuberts Forellenquintett (mit Andreas Haefliger) wurde 2000 ebenfalls für den Grammy nominiert.
Weitere Aufnahmen bei Decca beinhalten Dvorak´s Streichquartett in Es Dur Op. 51 und das Klavierquintett mit Mr. Haefliger; Streichquartette von Smetana und Borodin; Schuberts Streichquartette und das Klavierquintett in F moll mit András Schiff; Chausson´s Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett mit Geiger Joshua Bell und Pianist Jean-Yves Thibaudet; und Mozarts Streichquintette K515 und 516 mit dem Bratschisten Gyorgy Pauk.

An der Universität von Colorado hat das Takács Quartet maßgeblich an der Entwicklung eines Streicher-Programms mit besonderem Schwerpunkt auf Kammermusik mitgewirkt. In einer kleinen Gemeinschaft können die Studenten in inspirierender Umgebung ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter verfeinern. Die Lehrtätigkeit des Quartetts führt sich auch in seinen Residencies bei den Sommer-Musikfestivals in Aspen und Santa Barbara fort, zudem ist es Visiting Quartet an der Guildhall School of Music and Drama in London.

Das Takács Quartet wurde 1975 von den damaligen Studenten Gabor Takács-Nagy,
Károly Schranz, Gabor Ormai und András Fejér an der Franz Liszt Akademie in Budapest gegründet. Erste internationale Aufmerksamkeit erlangten sie 1977 mit dem ersten Preis und dem Kritikerpreis beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian (Frankreich). Durch weitere Preise bei den internationalen Streichquartett-Wettbewerben in Budapest, Bratislava und Portsmouth wurde das Ensemble durch seine außerordentlichen Qualitäten schnell bekannt. 1993 trat Edward Dusinberre dem Quartett bei, 2005 ersetzte Geraldine Walther ihren Vorgänger an der Bratsche Roger Tapping. Vom Präsidenten der Republik Ungarn wurde den Mitgliedern des Ensembles 2001 das Ritterkreuz für außerordentliche Verdienste im Bereich der Kunst verliehen und im März 2011 wurde ihnen der Große Verdienstorden verliehen.

2016/2017
Falls Sie diese Biografie verändern wollen, kontaktieren Sie bitte Mark Stephan Buhl Artists Management (office@msbuhl.com). Bitte verwenden Sie nur Material der laufenden Saison.