Takács Quartet
A
Vollständige Biographie
Edward Dusinberre | Violine           
Károly Schranz | Violine
Geraldine Walther | Viola               
András Fejér | Violoncello

Das Takacs Quartet, das in ihre 43. Saison geht, ist bekannt für die Vitalität ihrer Interpretationen. Die New York Times lobte das Quartet für das „Enthüllen des Gewöhnlichen zum Ungewöhnlichen“. Die Financial Times beschrieben eines ihrer Konzerte in der Wigmore Hall wie folgt: „Sogar im teuflischsten Repertoire zeigen diese Musiker keine Furcht, sondern fügen der Musik eine gehörige Portion Freiheit hinzu. Zugleich gibt es viel Liebe zum Detail: weder eine Note, noch ein Bogenhaar ist am falschen Platz.“
Von Boulder aus, wo sie an der University of Colorado unterrichten, tritt das Quartett bei 80 Konzerten jährlich auf.

In der Saison 2017/18 tritt das Ensemble, neben ihren vier jährlichen Auftritten als Associate Artists in der Londoner Wigomre Hall, in Kopenhagen, Wien, Luxemburg, Rotterdam, beim Rheingau Festival und beim Edinburgh Festival auf.
Außerdem spielen sie zwei Konzerte in der Carnegie Hall, wo sie eine Uraufführung eines Werkes von Carl Vine präsentieren, das speziell für sie von der Musica Viva Australia, der Carnegie Hall selbst und dem Seattle Commissioning Club in Auftrag gegeben wurde.
2017 wurde das Ensemble außerdem zur Sommerakademie der Music Academy oft he West in Santa Barbara eingeladen. Außerdem kehren sie zurück nach Neuseeland und Australien, treten beim Tanglewood Festival mit dem Pianisten Garrick Ohlsson auf sowie beim Aspen Festival und in über 40 anderen prestigeträchtigen Konzertsälen Nordamerikas. Außerdem sind sie auf Tournee mit dem Pianisten Marc-Andre Hamelin.
Ihre letzte Aufnahme mit Dvorak´s Viola Quintett op. 97 (mit Lawrence Power) und sein Streichquartett op. 105 wurde im September 2017 veröffentlicht unter dem Label Hyperion.

Letzte Saison spielte das Ensemble sämtliche Quartette Beethovens in der Wigmore Hall, in Princeton, an der Universität von Michigan und an der UC Berkley. Darüber hinaus wurde das Buch „Beethoven for a Later Age: The Journey of a String Quartet“, geschrieben von Edward Dusinberre, dem ersten Violinisten des Quartetts, im Jänner 2016 von „Faber and Faber“ in England und von der University of Chicago Press in Nordamerika veröffentlicht. Das Buch zeigt Einblicke in das Leben eines Streichquartetts, vereint mit musikhistorischen Elementen, wodurch die Umstände der Komposition von Beethovens Streichquartetten aufgezeigt werden.


Das Takács Quartet war das erste Streichquartett, das die Wigmore Hall Medal im Mai 2014 verliehen bekam. Die Medaille, erstmals 2007 verliehen, würdigt große internationale Künstler die eine starke Verbindung zur Wigmore Hall haben. Preisträger sind unter anderem Andras Schiff, Thomas Quasthoff, Menachem Pressler und Dame Felicity Lott. Als erste Associate Artists an der Wigmore Hall 2012 gibt das Quartett jeweils sechs Konzerte in jeder Saison.
2011 gewann das Quartett den „Award for Chamber Music and Song“ der von der Royal Philharmonic Society in London vergeben wird.


Mit Phillip Roths „Everyman“, welches 2007 in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten selbst und Phillip Seymour Hoffmann uraufgeführt wurde, trat das Quartett gemeinsam mit Meryl Streep im Oktober 2015 am Royal Conservatory of Music in Toronto auf. Das Quartett ist berühmt für seine innovativen Programme. 2007 präsentierten sie erstmals „Everyman“ (nach Philip Roths gleichnamigem Roman) mit dem Schauspieler und Oscar-Preisträger Philip Seymour Hoffman. Mit dem ungarischen Ensemble Muzsikás verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit mit einem Programm, das Werke von Bartók mit den Quellen seiner Musik in der traditionellen Musik der Ungarn gegenüberstellt. Mit dem großen amerikanischen Dichter und Essayisten Robert Pinsky haben sie eine US-Tournee mit einem musikalisch-literarischen Programm absolviert.


Aufnahmen des Quartetts unter dem Label Hyperion Records beinhalten Streichquartette von Haydn, Schubert, Janacek, Smetana, Debussy und Britten sowie Klavier-Quintette von Cesar Franck und Shostakovich (mit Marc-André Hamerlin), sowie Quintette mit Bratsche (mit Lawrence Power).
In nächster Zeit werden Aufnahmen von Dvorak mit Lawrence Power, die Dohnanyi Klavier-Quintette mit Marc-André Hamerlin und die Klavier-Quintette von Elgar und Amy Beach zusammen mit Garrick Ohlsson veröffentlicht.
Für ihre Aufnahmen unter dem Label Decca/London gewann das Quartett drei Gramophone Awards, einen Grammy Award, drei Japanese Record Academy Awards, CD des Jahres bei den BBC Music Magazine Awards und das Ensemble Album oft he Year bei den Classical Brits.


Die Mitglieder des Quartetts sind Mitglieder der Christoffersen Faculty an der University of Colorado Boulder und spielen auf Instrumenten die ihnen großzügigerweise von einer Familienstiftung geliehen wurden.
An der Universität von Colorado hat das Takács Quartet maßgeblich an der Entwicklung eines Streicher-Programms mit besonderem Schwerpunkt auf Kammermusik mitgewirkt. In einer kleinen Gemeinschaft können die Studenten in inspirierender Umgebung ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter verfeinern. Die Lehrtätigkeit des Quartetts führt sich auch in seinen Residencies bei den Sommer-Musikfestivals in Aspen und Santa Barbara fort, zudem ist es Visiting Quartet an der Guildhall School of Music and Drama in London.


Das Takács Quartet wurde 1975 von den damaligen Studenten Gabor Takács-Nagy,
Károly Schranz, Gabor Ormai und András Fejér an der Franz Liszt Akademie in Budapest gegründet. Erste internationale Aufmerksamkeit erlangten sie 1977 mit dem ersten Preis und dem Kritikerpreis beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian (Frankreich). Durch weitere Preise bei den internationalen Streichquartett-Wettbewerben in Budapest, Bratislava und Portsmouth wurde das Ensemble durch seine außerordentlichen Qualitäten schnell bekannt. 1993 trat Edward Dusinberre dem Quartett bei, 2005 ersetzte Geraldine Walther ihren Vorgänger an der Bratsche Roger Tapping. Vom Präsidenten der Republik Ungarn wurde den Mitgliedern des Ensembles 2001 das Ritterkreuz für außerordentliche Verdienste im Bereich der Kunst verliehen und im März 2011 wurde ihnen der Große Verdienstorden verliehen.



2017/2018
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