Philharmonic Ensemble Vienna
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Vollständige Biographie
Shkëlzen Doli | Violine
Holger Groh | Viola
Sebastian Bru | Violoncello
Gottlieb Wallisch | Klavier

Das im Jahr 2013 auf Initiative des philharmonischen Geigers Shkëlzen Doli entstandene Ensemble besteht aus zwei weiteren Wiener Philharmonikern, dem Violinisten Holger Groh, der in dieser Besetzung Viola spielt, und dem Cellisten Sebastian Bru, sowie dem international erfolgreichen Konzertpianisten Gottlieb Wallisch.
Größte Aufmerksamkeit erlangte die Kammermusikgruppe mit dem Auftritt und der Gestaltung des Soundtracks im Pausenfilm zum Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2015. Gleich darauf erschien auch ihre erste CD bei Deutsche Grammophon.
Die Grundformation des Philharmonic Ensemble Vienna bildet ein Klavierquartett und wird nach Erfordernis des Repertoires sowohl erweitert als auch verkleinert. Die Musiker spielen ausgewählte Werke vom Barock bis zur Moderne. Den unverwechselbaren musikalischen Stil und die besondere Klangkultur der Wiener Philharmoniker auch in der Kammermusik zu repräsentieren, ist ihnen ein besonderes Anliegen. Trotz ihrer formellen, klassischen Ausbildung liegen die musikalischen Wurzeln der Künstler auch in der ursprünglichen Volksmusik ihrer jeweiligen Heimat, weshalb sie gelegentlich eine Kostprobe jenes Repertoires in ihre Programme einbauen.

Shkëlzen Doli | Violine
Der gebürtige Albaner Shkëlzen Doli erhielt seine künstlerische Prägung zum einen durch die Ausbildung unter der legendären russischen Violinpädagogin Ewgenia Tschu¬gaeva an der Musikakademie von Novi Sad und an der Uni-versität für Musik und Darstellende Kunst Wien und zum anderen durch seine Tätigkeit im Orchester der Wiener Staatsoper (engagiert seit 2006) und bei den Wiener Phil¬harmonikern (Mitglied seit 2009). Seitdem er mit 17 Jahren den 1. Preis beim nationalen Jugend-Musikwettbewerb von Jugoslawien gewonnen hatte, hat er als Solist und Kam¬mermusiker zahlreiche Länder Europas, Nordamerikas und Afrikas, Israel und Japan bereist. Durch die Mitwirkung in diversen philharmonischen Kammermusikensembles, etwa bei den „Toyota Master Players“, den „Wiener Virtuosen“ oder Rene Staars „Ensemble Wiener Collage“ sowie als Mit¬begründer von „The Philharmonics“ etablierte sich Shkëlzen Doli ebenso intensiv wie erfolgreich in der Wiener Musik¬szene. Das „Philharmonische Ensemble – Wien“ ist auf seine Initiative entstanden. Shkëlzen Doli spielt eine Violine von Sanctus Seraphin, Venedig nach 1748, „ex Hamma“, die ihm von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung ge¬stellt wird.

Sebastian Bru | Violoncello
entstammt einer Wiener Musikerfamilie und erhielt seit dem Alter von 8 Jahren Cellounterricht, erst bei seinem Vater, Riccardo Bru, Solocellist der Wiener Volksoper, später bei Robert Nagy am Konservatorium Wien, Clemens Hagen und David Geringas sowie in Meisterklassen von Steven Isserlis und Heinrich Schiff. Er gewann mehrmals Preise beim Jugendwettbewerb „Prima la Musica“ und beim Fide¬liowettbewerb, trat im Wiener Konzerthaus und Musikver¬ein als Solist auf und absolvierte Recital-Tourneen in Europa, Südamerika und Asien. Solistische und kammermusikalische Auftritte führten zur Zusammenarbeit mit Rudolf Buchbinder, Bertrand de Billy, Ildiko Raimondi, den Wiener Symphoni-kern, dem Orquesta Sinfónica Nacional in Buenos Aires, den Sofia Philharmonikern, dem Wiener Kammerorchester u.a. Seit November 2006 ist Sebastian Bru im Orchester der Wiener Staatsoper engagiert, seit 2013 Mitglied der Wiener Philharmoniker und tritt regelmäßig mit philharmonischen Kammermusikensembles auf. In der Saison 2010/11 war er 1. Solocellist der Wiener Symphoniker.

Holger Groh | Viola
wurde in Weiz (Österreich) geboren. Zu seinen Lehrern zählten Gernot Masterlier, Franz Diethard, Alfred Staar, Rainer Küchl und Tibor Varga. Von 2000 bis 2006 wirkte er als 1. Konzertmeister des Grazer Symphonischen Orchesters sowie gleichzeitig auch als Assistent von Fabio Luisi. Von 2004 bis 2008 war er als künstlerischer Leiter der Steirischen Gesell¬schaft der Musikfreunde tätig. 2006 wurde er als Sekundgeiger in das Orchester der Wiener Staatsoper, 2009 schließlich in den Verein Wiener Philharmoniker aufgenommen. Seit 2008 wirkt Holger Groh auch als Sekundgeiger im Steude Quartett. Als Solist konzertierte er mit verschiedenen Orchestern unter Dirigenten wie Max Pommer, Israel Yinon, Arturo Tamayo, Milan Horvat, Dmitri Sitkovetsky und Karel Mark Chichon. Als Dirigent leitete Holger Groh Konzerte der Grazer Symphoni¬ker, der Sinfonietta Baden und des Ensembles Neue Streicher etwa im Wiener Musikverein und beim Kvarner Festival 2012 in Kroatien.

Gottlieb Wallisch | Klavier
Der Sohn einer Musikerfamilie studierte bei Heinz Medjimorec an der Wiener Musikuniversität und erhielt weitere künst¬lerische Impulse von Oleg Maisenberg, Dmitrij Bashkirov, Pascal Devoyon (Berlin) und Jacques Rouvier (Paris). Als Preis¬träger internationaler Klavierwettbewerbe – darunter 1. Preis des „Stravinsky Awards“ (USA) und Finalist des Queen-Elisa¬beth-Wettbewerbs“ 1999 sowie des XXI. Concours Clara Has¬kil 2005 – konzertierte er mit führenden Orchestern, u. a. den Wiener Philharmonikern, Wiener Symphonikern, dem Gustav Mahler Jugendorchester, dem Stuttgarter Kammerorchester, den Festival Strings Lucerne unter Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Lord Yehudi Menuhin, Sir Neville Marriner, Dennis Russell Davies, Christopher Hogwood oder Philippe Entre¬mont. Zahlreiche Tourneen führten ihn durch Europa, die USA, Japan, Hong Kong, Südamerika und den Mittleren Osten wo er in so bekannten Konzertsälen wie Wigmore Hall (London), Palais des Beaux-Arts (Brüssel), Kölner Philharmonie, Tonhalle Zürich oder Carnegie Hall (New York) und bei vielen bedeuten¬den Festivals wie den Salzburger Festspielen, Lucerne Festi¬val, Beethovenfest Bonn, Klavierfestival Ruhr, den Dezember-Nächten in Moskau oder Singapore Arts Festival auftrat. Seit 2010 ist er Professor an der Haute École de Musique de Genève.

2016/2017
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