Katia und Marielle Labèque
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Dresdner Neueste Nachrichten, 10. Oktober 2011 | Hartmut Schütz
"...es spielten die Schwestern so federnd und klangvoll poetisch, wie man es sich nur wünschen konnte..."

Berner Oberländer, 19. Juli 2011| Luzia Kunz
[...] Emotionen sprangen wie Funkten auf das Publikum über.
[...] schlichen mit samtigen Tatzen über die Klaviertasten.

Anzeiger von Saanen, 19. Juli 2011| Dr. Rolf P. Steiger
[...] als würden sie gemeinsam aus einem Herzen spielen.

Thuner Tagblatt, 18. Juli 2011| Svend Peternell
Das Spiel der beiden Künstlerinnen reifte zum guss aus Schmerz, Kraft, Poesie und kleinen augenzwinckernden Einschüben.

LKZ, 11. Juni 2011| Dietholf Zerweck
[...] entwickelte sich aus den silbrigen Tonkaskaden der Labèque-Schwestern ein temperamentvolles, fein ausbalanciertes Musizieren.
Wie Ping-Pong-Bälle ließen sie ihre empfindsamen Diologe auf den Fortepiani hin und her fliegen [...]

Bönnigeimer Zeitung, 11. Juni 2011 | Rudolf Wesner
(...) zarten, samitgen Klang der weich und sensibel wirkte.
[...] voller Esprit eine köstliche, zarte Klangfülle [...]

hr2 Kultur, 30.05.2011 | Niels Kaiser
(...) West Side Story als Suite für zwei Klaviere und Percussion (...) zeigen sich die Labèques in ihrem Element.
(...) Katia und Marielle Labèques Aufnahme klingt wie ein musikalischer Streifzug durchs New York der 50er Jahre.

(...) Der Gefahr, dei Musik zu verkitschen (...) erliegen die Labèques nicht im Geringsten.

Tages-Anzeiger, 28.05.2011 | Tom Hellat
(...) In Debussys Nocturne "Nuages" huschen Klangschatten dahin. (...) Unter den Händen der beiden Französinnen klingt das luftig, poetisch und versponnen geheimnisvoll.
(...) die beiden Musikerinnen flighen über das Parkett der polierten Noten. Das jazzige Flair wird nicht gefiltert, dafür die einzelnen Stellschrauben dieser Partituren umso mehr ins grelle Scheinwerferlicht gerückt - sodass es dem Zuhörer fast die Sprache verschlägt.

NZZ 28.05.2011 | Alfred Zimmerlin
(...) ein Auftritt von Ihnen (...) besteht durchaus auch aus Entertainment, Show und vielen Tönen. Doch steht immer die Musik im Zentrum, und das unterscheidet die Labèque-Schwestern von manchen anderen Tasten-Showstars.
(...) Zu hören indes ist Klavierspiel von enormer Musikalität, und - ja - auch Sensibilität, ein Interpretieren, das sich ein Werk auf persönliche Weise ganz zu eigen macht.

kultur-info.eu, 7. Februar 2011 | Dieter Bub
(...) Dazu das Konzert für zwei Klaviere und Orchester, im musikalischen Dialog der Schwestern Katia und Marielle Labèque mit dem DSO. Ein Stück als Reise durch die Geschicke und über die Möglichkeiten des Klavierspiels (...) Glasklar, schwungvoll und kühl sicher in der Intention des Komponisten.

Der Tagesspiegel, 8. Februar 2011 | Frederik Hanssen
(...) In den Ecksätzen bearbeiten Katia und Marielle Labèque die Tastaturen ihrer Flügel angemessen perkussiv-maschinenhaft, in den lieblichen Passagen des Larghetto forschen sie nach dem klanglichen Äquivalent von Veilchenduft, unbeeindruckt von den frechen Einwürfen der kleinen Trommel. (...)
Besonders gewitzt aber gelingt den Schwestern ihre Zugabe, eine vierhändige Vision Poulencs von der "Einschiffung nach Kythera".

Wiener Zeitung, 23. November 2010 | Gerhard Kramer
Spritziger, schlanker, humorvoller gibt sich sein Konzert für zwei Klaviere aus dem Jahr 1932. Für die Schwestern Katia und Marielle Labèque ein willkommener Anlass zur Exhibition ihrer idealen Partnerschaft: temperamentvoll-brillant die eine, lyrisch introvertiert die andere.

Kurier, 22. November 2010 | Luise Hahn
In Hochform musizierten die Wiener Symphoniker mit Georges Prêtre am Samstagabend im Musikverein.(...) Mit den Schwestern Labèque mit hinreißenden Solistinnen.

Kronen Zeitung, 22. November 2010 | OL
Das Konzert für 2 Klaviere von Poulenc ist von großer Wirkung, die unterschiedlichen Stimmungen werden nach Herzenslust aufgefächert, die beiden Pianistinnen Katia und Marielle Labèque punkten mit offen zur Schau gestelltem Energiereichtum.

Süddeutsche Zeitung, 27. Oktober 2010 | Kristina Maidt - Zinke
Die bei Ihrem Spiel bekannter Werke immer wieder neue Facetten abgewinnen, in staunenswerter Balance zwischen Präzision und Furor. Und die für das zeitgenössische Repertoire sowie für experimentelle Begegnungen von Künstlern und Epochen so viel Enthusiasmus zeigen wie nur wenige ihrer Kollegen.

Kölner Stadt- Anzeiger, 11. Oktober 2010 | MaS
Die Stars des Konzerts waren die Klavier Schwestern Katia und Marielle Labèque in Mendelsohns frühem E-Dur-Doppelkonzert. Die musizierten sich, mustergültig aufeinander abgestimmt, in einen gelösten Spielrausch hinein - bis hin zur Zugabe, einer Polka von Adolfo Berio. Herrlich!

Hamburger Abendblatt, 26.11.2009 | vfz

Katia und Marielle Labeque begeistern in der Laeiszhalle. Das Klavierduo Katia und Marielle Labèque und die Gruppe Basque Percussion entfesseln ihr Publikum mit Musik rund um den „Bolero". An Delikatesse, Farbigkeit und Klarheit der Artikulation stehen sich die beiden trotz ihres unterschiedlichen musikalischen Temperaments aber in nichts nach. Heraus kam ein kammermusikalisch genauer, diskret schwingender und verblüffend farbiger Bolero. Die drei Perkussionisten setzten ihre kurze Einlage mit traditioneller baskischer Musik in zwei Zugaben fort und rissen das Publikum förmlich von den Stühlen. So mitreißend und klug zugleich kann Crossover sein.

Los Angeles Times, 19.1.2009 | Mark Swed
[...] the Labèques, fabulously dressed, were fabulous soloists, reading each other’s minds as they became a single super pianist.

New York Times online, 1.12.2008 | Allan Kozinn
The French duo-pianists Katia and Marielle Labèque, now based in Italy and running their own eclectic record label, play Mozart’s Sonata for Two Pianos (K. 448) with elegance and vitality. And in Schubert’s “Andantino Varié” (D. 823) their gestures and timbres are so closely matched that they sound like a single player.

Hamburger Abendblatt, 31.10.2008 | jomi
[...] Danach Poulencs Konzert für zwei Klaviere und Orchester, ein rotzfrecher Bastard von einem Stück, eine Wundertüte voller Unberechenbarkeiten, stilistischer Kehrtwendungen und Täuschungsmanöver. Bei den Labèques war es in erstklassigen Händen, sie tobten mit vollem Körpereinsatz durch ihre Parts, während das Orchester sie umgurrte.

L’Express, 30.10.2008 | Denis de Ceuninck
Katia et Marielle Labèque dispensaient là un bienfaisant air du large et Schubert leur convent si bien. […] Le jeu de Katia et Marielle Labèque est d’une homogénéité impressionante, toujours la fougue ou l’enthousiasme individuel est subordonné à l’unité supérieure de la musique.

Fono Forum, Oktober 2008 | PTK
[…] ein neues Album […], das dem Hörer den Atem verschlägt. [de fuego y agua, gemeinsam mit Mayte Martín]

Kölner Stadtanzeiger, 18.9.2008 | GB
Drei Spezialistinnen ersten Ranges musizierten auf der Höhe ihres Könnens: die Flamenco-Sängerin Mayte Martin und die Klavierschwestern Katia und Marielle Labèque. […] Mayte Martin […], eine Hohepriesterin des Flamenco gewährte ein Privatissimum. Katia und Marielle Labèque kolorierten (mal im Solo, mal im Duo) die Bilder, Dramolette und Weisheitslehren der Sängerin kongenial. Und so öffnete sich auch im Instrumentalen ein Tor zu Philosophie und Meditation, eine Pforte zur Fantasie.

Kölnische Rundschau, 18.9.2008 | Volker Fries
Die Französinnen waren hier zwischen Filigranarbeit und rhythmischem Aufbrausen vielseitig gefordert, und inspirierten die Sängerin zu melancholischen Kostproben ihrer keineswegs alltäglichen Kunst. […] Mayte Martins Stimme verlieh diesen spanischen Liedern eine besondere Innigkeit. […] Rundum also Grund zur Freude.

EXPERIMUSIC, September 2008 | KS
The meeting of Mayte Martín, one of Spain’s most popular voices, with established nonconformist pianists Katia & Marielle Labéque is certainly an appetizing prospect.[...] With ‘De Fuego y de Agua’, the trio has created a body of work that takes cues from traditional pieces and have combined them with their own stylistically unique compositions to deliver a vivid and emotional collection of songs. The talent and capability of those involved is beyond reproach and each song wrings with an underlying emotional, an intangible romanticism that is as joyfully effervescent as it is dark.

Die Welt online, 7.8.2008 | BRU
Eine so gefühlvolle wie temperamentvolle Scheide, voll Leidenschaft und Glut, aber auch voll von Zartheit und Liebessehnsucht. [de fuego y agua, gemeinsam mit Mayte Martín]

Br-online, 19.7.2008 | Miriam Stumpfe
Zwischen Flamenco, Jazz und Klavierduo mäandern die Stücke und man könnte sich fragen, ob "De Fuego y de agua" nun eine Flamenco-CD mit klassischem Rahmen ist - oder doch eine Klassik-CD mit exotischer Flamenco-Garnitur. Die beruhigende Antwort: Sie ist keines von beidem, denn die drei Musikerinnen haben tatsächlich zu einer Einheit gefunden und damit etwas Neues geschaffen. […] Die blühende Klarheit und Brillianz des Klanges von zwei Klavieren passt dabei perfekt zum herben, virtuosen Gesang von Martín, und öffnet gleichzeitig die Tür zu Jazz-Improvisationen und impressionistischer Klangspielerei. Grenzüberschreitung im besten Sinne: Hier haben drei Frauen in der Musik zueinander gefunden.

WAZ-Duisburg, 29.05.2008 | Rudolf Hermes
Ganz im Gleichgewicht erklangen Stimme und Klavier in den zwei Liedern von Joaquin Rodrigo. Mit einer Stimme wie heller Sand im Sonnenlicht sang Mayte Martin schlicht-gefühlvolle Interpretationen. Wie aus der Ferne schimmerten im Klavier auch klassische Harmonien durch, die an Beethovens Mondscheinsonate erinnerten. Blieb die Stimmung der Lieder stets herb und melancholisch, so war der Klavierpart in den Variaciones sorbre un zorongo und dem Capricho por Bulerias von Joan Albert Amargos hoch virtuos angelegt. Furiose Vor- und Zwischenspiele umrahmten den Gesang, der fast nur wie Beiwerk erschien. Die vertrackte Klavier-Rhythmik dieser Kompositionen ließ die Stimme ebenfalls ins Hintertreffen geraten. So wirkten schließlich die Lieder am authentischsten und am entspanntesten, in denen Mayte Martins Gesang im Mittelpunkt stand, vornehmlich ihren eigenen Werken. Die beiden Labeque-Schwestern grundierten hier mit zart hingetupften Klangfarben, malten mit Akkorden und zeichneten Stimmungen mit sanft federnden Rhythmen. Darüber erhob sich frei schwebend der Gesang von Mayte Martin. Auf lang gehaltenen Tönen setzte sie durch raffinierte Verzierungen, ein kurzes Vibrato oder ein Crescendo kleine, aber kunstvolle Akzente.

NRZ, 29.05.2008 | Pedro Obiera
Unter den nicht wenigen erstklassigen Klavierduos nehmen die französischen Schwestern Katia und Marielle Labèque den Spitzenplatz ein, wenn es darum geht, das nicht sonderlich große Repertoire fantasievoll auszuweiten. Da sind Ausflüge in Jazz-Regionen willkommen, und derzeit touren die beiden mit der katalanischen Flamenco-Sängerin Mayte Martin durch Europa. Im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr machten sie mit einem gemeinsam erarbeiteten Programm in der akustisch und atmosphärisch hervorragenden Gebläsehalle des Duisburger Landschaftsparks Nord Station. [...] Hier konnten sich Katia und Marielle Labèque mit ihrer differenzierten Anschlagskultur genau so vorteilhaft in Szene setzen wie in Ravels brillant ausgeleuchteter "Rhapsodie Espagnole". Und die Vortragskunst von Mayte Martin ist ein Erlebnis für sich.

Kurier, 22.6.2008 | Peter Jarolin
Einer der Höhepunkte jedoch war George Gershwins "Rhapsody in Blue", bei der Katia und Marielle Labèque an den zwei Klavieren ihr hohes Können perfekt ausspielen konnten (und wollten).

Neue Zürcher Zeitung, 11.6.2008 | Thomas Schacher
Die beiden begeisterten durch makelloses Ineinandergreifen der Linien. Schuberts Fantasie in f-Moll interpretierten die Schwestern als delikat empfundenen Vierhänder. […] Ebenfalls für Klavier zu vier Händen geschrieben ist Maurice Ravels „Ma Mère l’Oye“, den man selten mit so viel Raffinement gespielt hört. Nach der artifiziellen Kinderwelt folgte mit Ravels „Rhapsodie espagnole“ für zwei Klaviere ein Klanggemälde der kräftigeren Art. Die Entladung sparten die Spielerinnen indes geschickt auf das brillante Feuerwerk des letzten Satzes auf.

Leipziger Volkszeitung, 2.6.2008 |Tatjana Böhme-Mehner
[...] gekonnte musikalische Stimmungsbilder. [...] sympathisch, jugendlich und so wie man sich auf dem Musikmarkt Vertreterinnen der Grande Nation nur zu gern vorstellt.

WAZ-Duisburg, 29.05.2008 | Rudolf Hermes
Das Publikum in der Gebläsehalle zeigte sich begeistert von der Mischung klassischer und spanischer Klangwelten.

NRZ, 29.05.2008 | Pedro Obiera
[…]eine hörenswerte Kopplung raffiniert arrangierter Gesänge mit kultivierten Flamenco-Einflüssen […], bei denen Gefühle, vor allem die Trauer um verflossene Liebschaften und Liebhaber, den Ton angaben. […]Hier konnten sich Katia und Marielle Labèque mit ihrer differenzierten Anschlagskultur genau so vorteilhaft in Szene setzen wie in Ravels brillant ausgeleuchteter "Rhapsodie Espagnole". Und die Vortragskunst von Mayte Martin ist ein Erlebnis für sich.

Kronen Zeitung, 10.5.2008 | Florian Krenstetter
Katia und Marielle Labèque spielen sich nie in den Vordergrund; sie bleiben stets gleichberechtigte Partner. Das heißt, es kommt ihnen weniger auf solistische Glanzlichter als auf interpretatorische Höhepunkte an, die sich erst aus dem Zusammenwirken und Aufeinandereingehen der Solistinnen entwickelten. Synchron entalten sie raffinierte Klagfarben. Höhepunkt des Abends: Flamencogesang in Kombination mit zwei Klavieren! [...] Mayte Martin ließ ihre Virtuosität nur aufblitzen, wo sie gefordert war und forderte die Schwestern Labeque, sich als ebenbürtige Partnerinnen am Klavier zu präsentieren. Melodien zum Träumen und spanische Ausgelassenheit begeisterten da.

Wiener Zeitung, 8.5.2008 | Daniel Wagner
[...] bei all dem emotionellen Cante jondo musste auch das Blut der hauptsächlich nicht-iberischen Zuhörer in Wallung geraten: Immerhin nahm die große Sängerin Spaniens, Mayte Martín, erstmals am Mikrofon der "Showbühne" im Wiener Konzerthaus Platz und sang mit reibeisenartiger Intensität Balladen von Federico García Lorca, Rafael de Léon oder aus eigener Feder. [...] In den für zwei Klaviere arrangierten Kunst- und Volksliedern blieb den Schwestern Labèque genug Zeit für virtuose Dialoge, die vom klassischen Fandango bis zu fast improvisierten Jazz-Sequenzen führten.

BBC Music Magazine, April 2008
[Mozart/Schubert CD] Katia and MArielle Labèque find exactly the right tone for both these pieces.

HMV Choice, 04/04 2008 | Michael Quinn
[Mozart/Schubert CD KML1117] Another strong offering from the Labèque siblings [...] Caught between the declamatory obligations of the concert hall and the hushd intimacy of the salon, it is a work of dark, forlorn beauty and the Labèques play with an absorbing sensitivity. [...] The Labèques dispatch both with a refined and altogether becoming panache, each sister perfectly matched to the other in a creation of effortless grace. A perfect pairing.

Partituren, März-April 2008 | GF
[...] enorm spannende Kommunikation zwischen den beiden wie mit den Hörern: ein gemeinsames Atmen, das orchestrale Fülle nicht durch auftrumpfendes Volumen, sondern aus der Differenzierung der Klangfarben gewinnt. [Mozart/Schubert CD]

br-online.de, 17.3.2008 | Oswald Beaujean
So nackt, ja so brutal, zugleich so sensibel in den resignativen Zwischentönen, wie jetzt bei Katia und Marielle Labèque ist diese Schubertsche Melancholie und Verzweiflung lange nicht ausgespielt worden. Die beiden Schwestern wühlen sich geradezu ein in den dunklen Klagelaut dieser Musik, eine Interpretation, die schlicht betroffen macht. Man ist den Labèque-Schwestern geradezu dankbar, dass sie nach dieser Schubert'schen Tragödie mit Mozarts D-dur-Sonate für zwei Klaviere wieder ein Licht anzünden [...].

klassik.com, 21.2.2008 | Tobias Pfleger
Die Labèque Schestern legen damit ein Album vor, das nicht nur musikalisch auf höchstem Niveau angesiedelt ist, dondern gleichzeitig in deiner Werkzusammenstellung ganz neue, unerwartete Perspektiven zu öffnen vermag. [...] Eine Platte, die sorgsamer nicht disponiert sein könnte, im Musikalisch-Interpretatorischen, im Programm und nicht zuletzt in der technischen Umsetzung, die dem Klavierklang den nötigen Raum bietet [...]. [Mozart/Schubert CD]

DIE ZEIT, 17.01.2008 | Oswald Beaujean
CD Kritik Franz Schubert: Fantasie f-moll D 940 | Andantino varié h-moll D 823 Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate für zwei Klaviere D-dur KV 448 KML Recordings 1117/harmonia mundi So offen, brutal und zugleich sensibel in den resignativen Zwischentönen wie auf ihrer jüngsten CD, ist Schuberts Verzweiflung selten ausgestellt worden. Sie machen deutlich, wie das Fugato am Schluss der Fantasie vergeblich versucht, die dämonischen Fratzen zu bannen, die strenge Form sich stattdessen fast manisch zur Raserei entfesselt und schließlich ins Bimmeln des Totenglöckleins treibt. [..] Mozarts große D-Dur-Sonate für zwei Klaviere KV 448 wiederumschlicht sich verhalten virtuos in wunderbar trockener Transparenz an: Sie wird zum Satyrspiel nach der nachtschwarzen Schubertschen Tragödie. Die leisen, nachdenklichen Zwischentöne des Mittelsatzes klingen in solcher Stückabfolge wie das ferne Echo des vorangegangenen romantischen Gefühlsdesasters – obwohl sie doch eigentlich ein Vorgriff Mozarts auf Schuberts Empfinden sind. Nur ein Mozart-Finale vermag derart himmlisch davon zu erzählen, dass das Leben zwar hoffnungslos, aber nicht ernst ist. Man braucht so etwas am Ende dieser großartigen, verstörenden CD.

TAGES ANZEIGER | Thomas Meyer
Was Katia & Marielle Labèque etwa aus den Vogelstimmen des Petit Poucet hervorzaubern, ist schlicht ergreifend. Höchste Kunst der Nuance und des rücksichtsvollen Sentiments ist das, gerade in den so genannten Kinderstücken zu vier Händen des Zyklus Ma mère lOye, faszinierend, wenn auch nicht ganz frei von Manierismen. Die beiden nehmen sich einige Freiheiten und lieben den Nachhall, aber das verzeiht man ihnen, weil ihre Interpretationen in sich so stimmig klingen und Atmosphäre vermitteln. Mit dieser Ravel-CD, die im neuen hauseigenen Label erschienen ist, wollen die Schwestern ihre eigenen Klangvisionen umsetzen. Deutlich wird das in den spanisch inspirierten Stücken, der geheimnisvoll und fulminant dargebotenen Rhapsodie espagnole und vor allem im Bolero. Um dessen rhythmische Insistenz in Ravels eigener Version für zwei Klaviere besser umzusetzen, haben sie die Perkussionisten Gustavo Gimeno und Thierry Biscary beigezogen, und unerbittlich treiben sie diese Nicht-Musik (so der Komponist selber) gemeinsam zum Höhepunkt.

Die Presse, Februar 2007 | Musikverein: Erst Pianissimo, dann Jazz-Feeling, Gerhard Kramer
Katia und Marielle Labèque spielten im Zyklus ´Große Solisten´ perfekt in schwesterlicher Harmonie.
Zwei zarte, dunkel gelockte Gestalten am Podium des Goldenen Saales. Mit roter, seidig fließender Jacke und von überschäumendem Temperament die eine, in luftigem Blau und eine Spur ruhiger, obwohl von gleicher Spielfreude die andere: Katia und Marielle Labèque, das renommierte Klavierduo. Die beiden Farben signalisieren zugleich die Rollenverteilung – Katia führt, Marielle ergänzt auf gleichem Niveau.
Dabei verkörpern die Schwestern ein Wunder an musikalischer Harmonie: da schiebt sich auch nicht die kleinste Differenz zwischen die beiden Parts; jede Nuance der Dynamik und speziell auch der atmenden Modifikation des jeweiligen Tempos wirkt so, als hätte es ein einziges, mit vier Händen musizierendes Wesen gestaltet.

Freilich musste man bei ihrer Wanderung durch die Highlights der Literatur nicht mit allen interpretatorischen Ansätzen einverstanden sein: So verfehlten die Schwestern etwa bei Schuberts herrlicher, immer wieder zutiefst ergreifender f-moll-Fantasie die herzzerreißende Klage des Hauptthemas mit einem gesäuselten Pianissimo anstatt dem vorgeschriebenen, ausdrucksvollen Piano. Und zu Beginn des Abends hatten sie Mozarts Sonate für zwei Klaviere D-Dur (KV 448) – auf immerhin akzeptable Weise – mehr von ihrer glanzvollen Oberfläche als von ihrem inneren Gehalt her aufgefasst.

Brillant bei Gershwin

Zwischen kindlicher Schlichtheit und preziös glitzernden Chinoiserien erklangen nach der Pause die Cinq Pièces Enfantines „Ma mère l´Oye“ von Maurice Ravel in der originalen vierhändigen Fassung. Zum sensationellen Höhepunkt des Abends aber wurde George Gershwins „Rhapsody in Blue“, und zwar in der Version der ersten Niederschrift aus dem Jahr 1924 mit dem Solopart im ersten, den Begleitstimmen im zweiten Klavier. Da entpuppte sich Katia Labèque als Virtuosin von brillanter Technik, perfektem rhythmischem Jazz-Feeling und nicht zuletzt auch als begabtes Showtalent. Und Marielle lieferte dazu den richtig „swingenden“ Background. Wenn da noch eine Steigerung möglich war, dann in den beiden fulminant servierten Gershwin-Zugaben. Großer Jubel!

WAZ, 07. Juni 2006 | Die Labèques sind immer wieder ein Ereignis, Christoph Dittmann
Einen weiten Bogen schlugen die Schwestern Katia und Marielle Labèque bei ihrem Duo-Abend, den sie beim Klavier-Festival Ruhr in der Essener Philharmonie gaben. Von Mozart über Schubert bis hin zu Satie und Strawinsky. Da wird man in ganz unterschiedliche Welten entführt und darf hoffen, dass es den Interpretinnen gelingt, dies auch plausibel zu vermitteln.

Um es gleich zu sagen: Die beiden französischen Pianistinnen vollzogen jene Gratwanderung eindrucksvoll. Natürlich gibt es dabei Kompromisslösungen. Das betrifft die Mozart-Sonate C-Dur für Klavier zu vier Händen. Katia und Marielle gehen das Werk energisch an - ein Stil, der zur D-Dur-Sonate für zwei Klaviere wesentlich besser zu passen scheint. Während in den Ecksätzen fast schon der Sturm und Drang hindurch klingt, bezaubern sie im Andante mit Piano-Klängen der sanftesten Art.

Dass die Labèques nicht nur auf Effekte setzen, zeigen sie in Schuberts Andantino varié. Ein ganz inniges, persönliches Musizieren ist da zu hören. Dennoch : Die wirkungsvolle Darbietung spielt nach wie vor eine wichtige Rolle in den Konzerten der Schwestern. Was sie in Strawinskys Konzert noch mit musikalischer Stringenz umsetzen, wirkt in der Zugabe - der Schlussteil aus Gershwins ´Rhapsody in Blue´ - allerdings maßlos übertrieben. Doch dafür erhielten sie den meisten Applaus.

Salzburger Nachrichten, 06. Juni 2006 | Karl Harb
Von den Orchesterkonzerten (mit Amsterdam Baroque unter Ton Koopman, dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe und den Gabrieli Players unter Paul McCreesh) brachte das Letztere die spannendsten Überraschungen. Hier musste das Motto ´Wege zu Mozart´ anders gelesen werden: als Möglichkeiten der Mozartinterpretation, denn auf dem Programm standen großteils sattsam bekannte Standardwerke. Die Beseelung des Geläufigen gelang den Gabrieli Players mit einer stupenden Musizier- und Experimentierlust und plastisch-dramatischem Atem. Allein, wie etwa die Hörner in der Symphonie, KV 201, einmal als harmonische Stütze, dann als Klangfarben-Instrument und zuletzt (Coda des 1. Satzes) als Akzentsetzer mit Fanfarenstößen geführt wurden, zeugte von überlegter inhaltlicher Auseinandersetzung. Dass da auf alten Instrumenten nicht alle Töne sauber getroffen wurden, die Oboen zu scharf intonierten, wog weniger im Vergleich zur - auch in den Mienen der Musikerinnen und (nur sechs) Musiker sichtbaren - animierten, mitreißenden Spielfreude: Mozart wie neu.
In diese stimmten auch die Schwestern Katia und Marielle Labeque im Konzert, KV 365, auf zwei herrlich dialogisierenden Hammerflügeln ein - sogar so sehr, dass einiges ein wenig nach ´Freistil´ klang, quasi improvisatorisch. Aber der Lebendigkeit und Frische des Musizierens steht solches allemal gut.

azn / 04. Mai 2006 | Temperament und Klarheit: Die Labèques mit Basler Begleitung
Tonhalle Zürich mit Kammerorchester Basel und Giovanni Antonini

Dann Mendelssohns frühes Konzert E-Dur für zwei Klaviere und Orchester: Die Solistinnen Katia und Marielle Labèque sind gewandte Musik-Darstellerinnen; sie wagten gestalterisch einiges, die Aufführung glückte und strich die brillanten, auch kompositorisch erstaunlichen
Seiten des Werks des Vierzehnjährigen heraus.

SHZ, 14. Juli 2005 | Virtuose Tasten-Schwestern, Detlef Bielefeld
WDR Sinfonie Orchester Köln und Semyon Bychkov

...Eigentliche Glanzpunkte aber waren natürlich Katia und Marielle Labèque. Die beiden Schwestern aus dem französischen Baskenland sind bekannt durch ihr breites Repertoire von Bach über Mozart bis hin zu zeitgenössischen Komponisten.
An diesem Abend im Flensburger ´Deutschen Haus´ demonstrierten die beiden Pianistinnen in zwei extrem disponierten Werken ihre pianistische Brillanz und musikalische Kompetenz.
Da gab es zunächst mit ´Quotation of Dream´ von Toru Takemitsu einen impressionistisch-verhaltenen Dialog zwischen den Klavieren und dem sparsam eingesetzten Orchesterapparat - ein Werk der sehr leisen Töne un des musikdramaturgischen Stillsta